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GRIN Verlag GmbH

Bilanzierung eines Beteiligungserwerbs gegen Zuzahlung des Veräußerers

Bilanzierung eines Beteiligungserwerbs gegen Zuzahlung des Veräußerers

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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern, Note: 1,0, Fachhochschule Hof, Veranstaltung: Bilanzsteuerrecht, Sprache: Deutsch, Abstract: "Siemens zahlt für den Verkauf". Mit dieser Schlagzeile wird es erstmals der

breiten Öffentlichkeit bewusst, dass Unternehmenstransaktionen nicht immer

nur Milliarden an Einnahmen für den Verkäufer bedeuten müssen, sondern

unter Umständen auch hohe Millionenbeträge an Ausgaben. Im Fall des

Verkaufes der Siemens Handysparte an den taiwanesischen

Elektronikkonzern BenQ kostete dies den Verkäufer 350 Mio. Euro.

Neben diesem, durch seine besonderen Umstände in der Öffentlichkeit

aufsehenerregenden Verkauf, werden Beteiligungsveräußerungen unter

Zuzahlung des Verkäufers kaum wahrgenommen. Jedoch sind negative

Kaufpreise im Zuge von Merger & Acquisition - Transaktionen für den Erwerb

von Unternehmensanteilen an der Tagesordnung.

Begründet werden kann eine solche Vereinbarung in der Praxis zumeist

damit, dass die Gesellschaft, deren Anteile erworben werden, überschuldet

ist, oder, dass zur Herstellung der Rentabilität zu einem späteren Zeitpunkt

Aufwendungen getätigt werden müssen, die sich zum Erwerbszeitpunkt noch

nicht als Verbindlichkeiten niederschlagen.

Die steuerliche Behandlung eines "Badwills" bei einem Erwerber von

Kapitalgesellschaftsanteilen war lange Zeit ungewiss. Die Frage, die sich in

diesem Zusammenhang stellte, war: "Ist die Zuzahlung des Anteilsveräußerers

beim Erwerber erfolgsneutral oder erfolgswirksam zu erfassen?"

Diese Rechtsunsicherheit trug in der Praxis zu Alternativgestaltungen bei, bei

denen eine direkte Zuzahlung vermieden werden sollte. Durch die

beschriebene enorme Relevanz des negativen Kaufpreises in der Praxis

führte die fehlende Regulierung zu großen Schwierigkeiten und erhöhtem

Aufwand.

Der I. Senat des BFH hat nun mit seinem Urteil vom 26.04.2006 eine

grundlegende Entscheidung zur Behandlung einer solchen unmittelbaren

Zuzahlung an den Erwerber von Kapitalgesellschaftsanteilen getroffen.

Die nachfolgende Arbeit setzt sich mit den Ausführungen des BFH

auseinander und soll gegebenenfalls offen gelassene Fragestellungen

diskutieren.

[...]
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