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Bastei Lübbe
G. F. Unger Western-Bestseller 2480: Westlich des Pecos
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Was ich zuvor meinen Lesern sagen möchte: Damals, in den Jahren 1869 und 1870, als der Rancher Jesse Chisholm die erste Rinderherde nach Kansas getrieben und dem texanischen Rindersegen Absatzmärkte gezeigt hatte, da wurden die bisher völlig wertlosen Rinder plötzlich wieder etwas wert. Es lohnte sich, eine Herde zu sammeln und sie drei oder vier Monate lang nach Norden zu treiben, bis hin zu den Eisenbahnstädten Dodge City und Abilene.
Und ganz Texas war voller Burschen, die nach dem verlorenen Krieg nach einer Chance suchten.
Hunderttausende von Rindern aber waren ohne Brandzeichen. Sie waren im Verlauf der Jahre umhergewandert, hatten sich fast wie Kaninchen vermehrt, waren verwildert und hatten keine Besitzer.
Man nannte diese ungebrannten Rinder »Mavericks«, denn der Großrancher Maverick war damals der erste Rinderzüchter in Texas, der darauf verzichtet hatte, die Nachkommen seiner Rinder mit Brandzeichen zu versehen oder sonst wie zu kennzeichnen. Der Lohn und Unterhalt von Arbeitskräften überwog nämlich damals den Wert der Rinder, die man gebrändet hätte.
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